Vom Reden ...

"Lass deine Augen offen sein,

geschlossen deinen Mund

und wandle still,

so werden dir,

geheime Dinge kund."


Diese Wort stammen von Hermann Löns, der sicherlich nie ein Dôjô betreten hat. Dennoch spricht er aus, was in seiner Bedeutung für jedes Dôjô nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: Die Erkenntnis, dass Reden sooft ganz einfach unnütz ist. Weil es meist nicht wirklich weit(er) führt; weil es dazu beiträgt, kostbare Übungszeit zu vergeuden; weil es gar nicht so selten nur Anlass für neue Missverständnisse gibt; weil es zu einer "Du hast aber gesagt"-Mentalität beiträgt. Und gar manch eine(r) redet, weil er sich selbst gerne reden hört oder weil Reden schlichtweg einfacher ist, als Tun.

 

Halten wir uns also künftig ein wenig mehr an Hermann Löns'-Rat: konzentrieren wir uns auf die vielfältigen Möglichkeiten, die uns unsere Augen gewähren. Schließlich ist der einzige "legale" Diebstahl immer noch der mit den Augen ausgeführte ;) - Wahrscheinlich wird so unser Üben künftig intensiver, gehaltvoller und frei von all den vielen Störungen, die einer offener Mund mit sich bringen kann ...

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